Archiv der Kategorie: Übersetzen

Spannungsbögen

Neben zahlreichen Fortbildungen, auch im Bereich Jahres- und Konzernabschlüssen sowie IFRS-Geschäftsberichten (vielen Dank an Leinhäuser Language Services für die Einladung), habe ich natürlich in den vergangenen Monaten auch gearbeitet. Unterschiedlicher konnten dieses Mal die Projekte nicht sein und so habe ich mich in den ersten Monaten des Jahres mit dem Verhaltenskodex für Angehörige der wirtschaftsprüfenden Berufe und den ISA-Standards beschäftigt, während es in den letzten Wochen eher um unser künftiges Zusammenleben mit künstlicher Intelligenz ging.

Knochentrockene Standards und populärwissenschaftliche Abhandlungen – genau diese Spannweite ist es, die unseren Beruf so interessant macht. Es wird allerdings noch etwas dauern, bis das Buch aus der Reihe DKKontrovers zu großen Fragen des 21. Jahrhunderts in Buchhandel erscheint.

Leistungskatalog erweitert

Als der Verlag Dorling Kindersley bei mir anfragte, ob ich auch direkt in Indesign übersetzen würde, war ich erst skeptisch. Ich hatte zwar schon oft mit Bildbearbeitungsprogrammen gearbeitet, aber meistens nur, um Screenshots zu bearbeiten oder Werbematerialien zu erstellen. Vor allem die Anschaffungskosten scheute ich natürlich. Da mich das Buchprojekt aber gereizt hat, habe ich mich auf Info-Tour ins Internet begeben. Wie fast alle großen Programme gibt es Adobes InDesign jetzt auch als Abo-Modell, sodass ich also speziell für dieses Projekt für drei Monate InDesign abonniert habe. Verlängerung optional.
Nach einer kurzen Einarbeitungsphase mit Feedback und Tipps aus der Herstellungsabteilung des Verlags hatte ich schnell raus, wie InDesign für uns Übersetzerinnen einzusetzen ist.

Nun bin ich bereits bei Projekt Nr. 2 – einem Lektorat – mit diesem Programm und ich hoffe, es werden noch viele mehr.

Jahresrückblick

Ein turbulentes Jahr geht zu Ende! Mittlerweile ist die dritte Ausgabe des BayernInfo unter der Ägide von Norma Keßler und mir erschienen. Die Redaktionsarbeit macht sehr viel Spaß und ich überlege mir, nicht doch mehr in dieser Richtung tätig zu werden. Vielleicht ist auch das Thema „Leichte Sprache“ ein neues Betätigungsfeld für mich. Ich lese gerade das Buch von Krishna-Sara Helmle dazu – quasi als Entscheidungshilfe.

„Mobiles Arbeiten“ war heuer das Thema bei den Schmerlenbacher Tagen, eine Fortbildungsveranstaltung des BDÜ LV Bayern, die zum Jahresschluss traditionell in meinem Kalender steht. Die Möglichkeiten des digitalen Nomadentums sind zwar vielfältig, aber der Tausch des heimischen Arbeitsplatzes mit einem Platz an der Sonne ist und bleibt immer auch ein bisschen ein Abenteuer.

Ich wünsche allen Kunden sowie allen Kolleginnen und Kollegen ein besinnliches
und frohes Fest sowie ein erfolgreiches Neues Jahr.

Veränderung ist auch Chance

Auch nach 30 Berufsjahren kann man sich nicht einfach zurücklehnen und darauf hoffen, dass der über viele Jahre gewachsene Kundenstamm einem gewogen bleibt. Zu viele Veränderungen sind möglich. Der Verlag wird von einem anderen aufgekauft und es ändert sich damit die gesamte Struktur. Die Lektorin wechselt und bringt ihre „eigenen“ Übersetzerinnen mit. Oder der Verlag vergibt vermehrt Übersetzungs- und Lektoratsaufgaben an externe Agenturen.
Manchmal ist eine solche Veränderung aber auch eine Chance. Glück, wenn genau in einem solchen Moment auf Empfehlung einer Kollegin ein neuer Kunde anklopft, der auch noch exakt zu Sprache und Fachgebiet passt.
Wer aber nicht auf sein Glück bauen will, nutzt diese Zeit für Akquise bei alten wie bei potenziellen neuen Kunden. Oder besucht Seminare und Messen, die sich nicht nur zur Weiterbildung, sondern auch zum Networking nutzen lassen.

Neue Kunden werden nicht lange auf sich warten lassen …

Besser Übersetzen!

moodlelogo

Sechs Wochen lang an einem Online-Seminar auf der Moodle-Plattform teilnehmen, Texte lesen, Hausaufgaben machen, chatten…. Anfangs war ich mir nicht sicher, ob es mir gelingen würde, neben dem normalen Arbeitsalltag die Zeit für diese Fortbildung abzuknapsen. Doch es funktionierte erstaunlich gut und ich war begeistert von dieser Art des Lernens. Ziel des vom 27. Oktober bis 7. Dezember 2015 dauernden Seminars war es, die eigene Arbeitsweise zu hinterfragen, das Handwerkszeug zu schärfen und Strukturen besser zu verstehen. Intuitives Wissen wurde so mit Handfestem (Grammatik, Sprachvergleich, Wortschatzproblematiken) unterfüttert, um nicht nur besser, sondern auch bewusster zu übersetzen.

Vielen Dank an Dr. Ina Pfitzner für dieses aufschlussreiche Seminar.

Die Schneekönigin

Schneekoenigin

Bereits 2013 habe ich für den Knesebeck-Verlag Hans Christian Andersens Der Tannenbaum adaptiert. Jetzt hat mich der Verlag mit der Adaption von Die Schneekönigin beauftragt, einem der bekanntesten Märchen Andersens. Es handelt von einem kleinen Mädchen, das seinen von der Schneekönigin entführten Spielgefährten sucht. Die Suche des Mädchens schildert Andersen in traumartigen Szenen, die die finnische Illustratorin Sanna Annukka mit ihrem farbenfrohen, grafischen Stil wunderschön illustriert.

Chartanalyse für Dummies

Die zweite Auflage eines bestehenden Werks zu übersetzen, ist eigentlich immer eine recht dankbare Aufgabe. Aber wenn man die erste Auflage nicht selbst übersetzt hat, wird es schwieriger. So gilt es sich vor Beginn der Übersetzung in die Terminologie und den Stil der anderen Übersetzerin oder des anderen Übersetzers einzCyan:Magenta:Yellow:Blackuarbeiten und einzulesen, um am Ende ein in sich schlüssiges und wie aus einem Guss zu lesendes Buch zu erschaffen.

Ab August 2015 wird das Buch im Handel erhältlich sein.

Handbuch Literarisches Übersetzen

Handbuch_Literarisches_Uebersetzen_CoverMeine Kollegin Norma Keßler und ich sind mit unserem Beitrag Zwischen Literatur und Betriebsanleitung – Herausforderung Sachbuchübersetzen ab Seite 110 in diesem Handbuch, das heute im BDÜ Fachverlag erschienen ist, zu finden.

30 Autoren, von denen die meisten in der täglichen Berufspraxis stehende Literaturübersetzerinnen und -übersetzer sind, haben daran mitgewirkt. Dieses Handbuch ist damit der erste umfassende Ratgeber in deutscher Sprache zum Traum-Berufsfeld „Literaturübersetzen“. Er bietet ernsthaft interessierten Einsteigern kompaktes Grundlagenwissen und erfahrenen Literaturübersetzern nützliche Tipps und interessante Einblicke in die Arbeitsabläufe von Kolleginnen und Kollegen.

Mit Sachverstand und Kreativität

 

In derMDUE_Titel_05_2014 führenden Fachzeitschrift der Sprachmittlerbranche,   MDÜ, mit dem Titelthema Sach- und Fachbuchübersetzen ist soeben ein Artikel von meiner Kollegin Norma Keßler und mir erschienen, mit der ich auch das Seminar „Herausforderung Sachbuchübersetzen“ leite, das im BDÜ-Weiterbildungsprogramm angeboten wird.

 
 
 
Bild: Cover MDÜ, Fachzeitschrift für Dolmetscher und Übersetzer, 5/2014